
CHECK-UP BIS 35 JAHRE
Zwischen dem Alter von 18 bis 35 Jahren haben Frauen und Männer einmalig die Möglichkeit auf einen allgemeinen Gesundheits-Check-up zur Früherkennung von zum Beispiel Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.
Was beim Check-up bis 35 Jahre gemacht wird
1. Gespräch
Der Check-up startet mit einem Gespräch - der sogenannten Anamnese. Wir befragen Sie zu Vorerkrankungen und Krankheiten von Familienmitgliedern sowie zu eventuellen Beschwerden. Zudem prüfen wir Ihren Impfstatus.
2. Untersuchung
Eine vollständige körperliche Untersuchung: Dabei werden Blutdruck, Herz, Lunge, Kopf, Hals, Bauch, Wirbelsäule, Bewegungsapparat, Nervensystem und Sinnesorgane überprüft, um abweichende oder krankhafte Befunde feststellen zu können.
Bei entsprechendem Risikoprofil, also Übergewicht, Bluthochdruck oder familiären Vorerkrankungen, erfolgt zusätzlich eine Blutuntersuchung mit Bestimmung der Blutfette und des Blutzuckers. Hierfür ist es wichtig, dass Sie nüchtern zum Termin erscheinen.
3. Beratung
Abschließend informieren wir Sie über die Ergebnisse des Check-ups und erstellen ein individuelles Risikoprofil für Sie. Darüber hinaus geben wir Ihnen Tipps für eine gesunde Lebensweise. Bei Verdacht oder Diagnose einer Krankheit folgen weiterführende Untersuchungen oder eine entsprechende Behandlung.
CHECK-UP AB 35 JAHRE
Ab dem Alter von 35 Jahren haben Frauen und Männer alle 3 Jahre die Möglichkeit auf einen allgemeinen Gesundheits-Check-up zur Früherkennung von zum Beispiel Nierenerkrankugen, Herz-Kreislauferkrankungen und Diabetes.
Was beim Check-up ab 35 Jahre gemacht wird
1. Gespräch
Der Check-up startet mit einem Gespräch - der sogenannten Anamnese. Der Arzt befragt Sie zu Vorerkrankungen, Krankheiten von Familienmitgliedern sowie zu eventuellen Beschwerden. Zudem prüfen wir Ihren Impfstatus.
2. Untersuchung
Eine vollständige körperliche Untersuchung: Dabei werden Blutdruck, Herz, Lunge, Kopf, Hals, Bauch, Wirbelsäule, Bewegungsapparat, Nervensystem und Sinnesorgane überprüft, um abweichende oder krankhafte Befunde feststellen zu können.
3. Blutentnahme und Urinuntersuchung
Die Blutuntersuchung beinhaltet die Bestimmung der Blutfette und des Blutzuckers. Anhand dieser Werte können wir erkennen, ob zum Beispiel der Verdacht auf eine Zuckerkrankheit besteht. Hierfür ist es wichtig, dass Sie nüchtern zum Termin erscheinen.
Weiterhin können wir ein einmaliges Screening auf die Leberentzündungen Hepatitis B und C durchführen. Mit dieser Blutuntersuchung sollen unentdeckte Infektionen erkannt und frühzeitig behandelt werden, um Spätfolgen zu verhindern.
Mit der Untersuchung des Urins können wir Hinweise auf Nieren- und Blasenerkrankungen, aber auch auf eine Zuckerkrankheit bekommen.
4. Beratung
Abschließend informieren wir Sie über die Ergebnisse des Check-ups und erstellen ein individuelles Risikoprofil für Sie. Darüber hinaus geben wir Ihnen Tipps für eine gesunde Lebensweise. Bei Verdacht oder Diagnose einer Krankheit folgen weiterführende Untersuchungen oder eine entsprechende Behandlung.
HAUTKREBS-SCREENING
Ab dem Alter von 35 Jahren haben Frauen und Männer alle 2 Jahre die Möglichkeit auf eine Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Haut.
Beim Hautkrebs-Screening wird die gesamte Haut des Körpers auf verdächtige Veränderungen hin untersucht. Ziel dieser Untersuchung ist es, bösartige Veränderungen, hier insbesondere den schwarzen (Melanom) sowie den weißen (nicht- melanozytärer) Hautkrebs, rechtzeitig zu erkennen und einer angemessenen, abklärenden Untersuchung durch Entnahme der verdächtigen Hautveränderung zuzuführen. Die weitere Therapie ergibt sich dann aus dem Ergebnis der feingeweblichen Untersuchung.
Wie bereite ich mich auf die Untersuchung vor?
Es gibt ein paar Dinge, die Sie beachten sollten, um die Untersuchung so einfach wie möglich zu machen.
Entfernen Sie vor der Untersuchung Nagellack von Finger- und Zehennägeln, da Hautkrebs auch unter den Nägeln entstehen kann. Auch Körperschmuck wie Ohrstecker oder Piercings können dem Arzt das Erkennen kleiner Veränderungen erschweren. Verzichten Sie außerdem auf Make-up: Vor allem der „helle Hautkrebs“ ist mit Make-up kaum zu entdecken. Da auch Ihre Kopfhaut genau untersucht wird, sollten Sie auch auf Gel, Haarspray, Zöpfe... verzichten.
Wie läuft die Untersuchung ab?
Zuerst erkundigen wir uns nach Ihrem gesundheitlichen Zustand und Ihren Vorerkrankungen. Außerdem stellen wir fest, ob es Risikofaktoren gibt.
Dann folgt die Untersuchung der ganzen Haut. Hierfür legen sie Ihre Kleidung ab. Zunächst wird Ihre Kopfhaut genau angeschaut, dazu scheitelt man mit einem Spatel die Haare. Auch die Ohren werden genau inspiziert. Damit auch die Augen und die Lider angeschaut werden können, müssen sie ggf. Ihre Brille absetzen. Mit einem neuen Spatel betrachtet man abschließend Ihre Mundschleimhäute, Lippen und das Zahnfleisch. Es folgt die Kontrolle von Hals, Oberkörper, Axillen, Armen und Händen.
Auch die Brust wird auf auffällige Hautstellen hin untersucht. Die After- und Dammregion und die äußeren Genitalien werden ebenfalls angeschaut, da auch hier Hautkrebs auftreten kann, ebenso Ihre Beine. Die Füße werden inklusive der Zehenzwischenräume und der Sohlen inspiziert.
Für die Untersuchung werden keine Instrumente benötigt, sondern nur eine helle Lampe und ein geschultes Auge.
Darüber hinaus erhalten Sie wertvolle Tipps für den richtigen Umgang mit der Sonne und Informationen darüber, welche Krebsfrüherkennungs- und Gesundheitsuntersuchungen ab welchem Alter angeboten werden.
Planen Sie für die gesamte Untersuchung etwa eine Viertelstunde ein.
KREBSVORSORGE FÜR MÄNNER
Ab dem Alter von 45 Jahren haben Männer die Möglichkeit auf eine jährliche Krebsfrüherkennungsuntersuchung der Genitalien und der Prostata.
Dabei erfolgt eine gezielte Erhebung der Krankengeschichte sowie die Untersuchung der äußeren Genitalien, der Prostata sowie das Abtasten der dazugehörigen Lymphknoten. In Absprache mit dem Patienten wird bei Auffälligkeiten eine Vorstellung beim Urologen zur weiteren Abklärung eingeleitet.
Bei der Untersuchung der Hoden und der Prostata sollen mögliche Verhärtungen, die auf Krebs hinweisen können, ertastet werden. Dabei tritt Hodenkrebs eher bei jungen Männern mit einer Häufigkeit von etwa 4000 Neuerkrankungen pro Jahr im Gegensatz zum Prostatakrebs mit circa 60000 Neuerkrankungen jährlich auf.
Außerdem können gutartige Veränderungen wie zum Beispiel eine vergrößerte Prostata, welche die häufigste gutartige Erkrankung bei älteren Männern ist und zu Beschwerden beim Wasserlassen führen kann, entdeckt werden.
Die Bestimmung des Prostataspezifischen Antigens (PSA) im Blut gehört nicht zur gesetzlichen Früherkennung. Daher bezahlen die gesetzlichen Krankenkassen das PSA- Screening in der Regel nicht. Männer können es als individuelle Gesundheitsleistung (IGeL) durchführen lassen und müssen die Kosten von ca. 30 Euro selbst tragen.
Möchten Sie einen PSA-Test durchführen lassen, sollten Sie folgende Dinge vor der Untersuchung beachten:
-
kein Fahrrad fahren oder Reiten mindestens 24 Stunden vorher
-
keinen Geschlechtsverkehr mindestens 24-72 Stunden vorher
-
starkes Pressen beim Stuhlgang mindestens 24 Stunden zuvor vermeiden
FRÜHERKENNUNG VON DARMKREBS
Ab dem Alter von 50 Jahren haben Frauen und Männer die Möglichkeit zur Früherkennungsuntersuchung auf Darmkrebs.
Dabei erfolgt zunächst ein einmaliges ärztliches Beratungsgespräch zur Darmkrebsvorsorge, in dem die Ziele der Früherkennung und die unterschiedlichen Methoden des Screenings (Darmspiegelung oder immunchemischer Test auf Blut im Stuhl) näher erläutert werden.
Anschließend kann der Patient zwischen den folgenden beiden Untersuchungen wählen:
-
2 Darmspiegelungen im Abstand von 10 Jahren, wenn die erste Darmspiegelung keinen Befund erbracht hat oder
-
alle 2 Jahre einen iFOBT (immunologischen Stuhltest)
Bei einem auffälligen Stuhltest besteht dann Anspruch auf eine Abklärungskoloskopie.
Wer sich 10 Jahre nach der ersten Darmspiegelung gegen eine zweite entscheidet, kann stattdessen Stuhltests in Anspruch nehmen.
Liegt ein familiäres Risiko für Darmkrebs vor, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen auch die Kosten einer Darmspiegelung im jüngeren Alter.
FRÜHERKENNUNG EINES ANEURYSMAS (ERWEITERUNG) DER BAUCHSCHLAGADER
Ab dem Alter von 65 Jahren haben Männer die einmalige Möglichkeit auf eine Ultraschalluntersuchung zur Früherkennung von Aneurysmen der Bauchschlagader.
Dabei erfolgt zunächst eine einmalige ärztliche Aufklärung zum Screening. Sollten Sie sich für eine sonographische Untersuchung der Bauchaorta entscheiden, leiten wir die entsprechende Diagnostik in die Wege.

VORSORGEUNTERSUCHUNGEN
Die Durchführung von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen ist uns ein besonderes Anliegen. Durch die Wahrnehmung dieser Untersuchungen können Sie dazu beitragen, Ihre Gesundheit möglichst lange zu erhalten. Denn je früher Erkrankungen festgestellt werden, desto besser sind in vielen Fällen die Therapiemöglichkeiten sowie die Verhütung von Spätschäden.
Gesetzlich Krankenversicherte haben einen Anspruch auf eine ganze Reihe regelmäßiger Früherkennungsuntersuchungen. Diese sind abhängig vom Geschlecht und Alter und werden jeweils in unterschiedlichen Abständen gewährt.